Wenn der Baum weg ist – die Wärme aber bleiben soll
Die Weihnachtsdekoration ist verstaut, der Tannenbaum ausgezogen –
und plötzlich wirkt das Zuhause leer, kühl oder unfertig.
Viele kennen dieses Gefühl: Nach Wochen voller Lichter, Textilien und liebevoller Details weiß man auf einmal nicht mehr, wie Wohnzimmer oder Esstisch jetzt dekoriert werden sollen.
Doch diese Zeit ist keine Pause zwischen zwei Jahreszeiten.
Sie ist eine Einladung zu Ruhe, Klarheit und bewusster Gemütlichkeit.
Warum sich unser Zuhause nach Weihnachten so leer anfühlt
Nach der Weihnachtszeit verändert sich nicht nur die Dekoration – auch unsere Wahrnehmung.
Typische Empfindungen in dieser Phase:
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Alles wirkt plötzlich kahl
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Weihnachtsfarben fühlen sich nicht mehr richtig an
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Sofa, Wohnzimmertisch oder Esstisch sehen unfertig aus
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Es fehlt ein roter Faden
Das ist ganz normal.
Wir sind visuelle Fülle gewohnt – und müssen uns erst wieder auf weniger, dafür bewusst ausgewählte Elemente einlassen.
Die ideale Farbwelt nach Weihnachten
Nach den Feiertagen funktionieren ruhige, natürliche Farben besonders gut.
Sie bringen Wärme, ohne schwer zu wirken.
Besonders harmonisch sind:
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Creme & Off-White
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Warmes Beige & Greige
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Salbei- oder Olivgrün
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Taupe
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Naturholz
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Akzente in Schwarz oder dunklem Braun (sparsam eingesetzt)
Diese Palette wirkt zeitlos, elegant und ruhig – perfekt für die stillen Winterwochen nach Weihnachten.
Wohnzimmer neu gestalten – Ruhe statt Leere
Nach Weihnachten darf das Wohnzimmer entschleunigen.
Statt saisonaler Motive rücken Materialien, Haptik und Texturen in den Fokus.
Kissen & Decken
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2–3 Kissen reichen vollkommen
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Leinen, Bouclé oder Baumwolle
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Unifarben oder sehr dezente Muster
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Grob gestrickte oder weiche Decken locker über Sofa oder Sessel legen
👉 Wichtig: nichts perfekt drapieren – kleine Unregelmäßigkeiten machen es wohnlich.
Der Wohnzimmertisch nach Weihnachten
Kleine Fläche, große Wirkung
Gerade der Wohnzimmertisch wirkt nach dem Abräumen der Weihnachtsdeko oft leer. Dabei ist er einer der wichtigsten Ruhepole im Raum.
Schritt 1: Alles bewusst leerräumen
Entferne Weihnachtskerzen, Deko in Rot, Gold oder Tannengrün sowie zu viele kleine Einzelstücke.
Der leere Tisch ist kein Problem – sondern die Basis für Klarheit.
Schritt 2: Eine ruhige Basis schaffen
Ein zentrales Element bringt sofort Ordnung:
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Holztablett
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Keramikschale
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Tablett aus Stein oder Metall
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ein Coffee-Table-Book
Schritt 3: Die 3-Elemente-Regel
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Licht – Kerze oder kleines Kerzenensemble
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Form – Vase, Schale oder Objekt
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Natürlichkeit – Blumen oder Zweige
Mehr braucht es nicht.
Schritt 4: Höhen & Materialien kombinieren
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Eine höhere Vase + ein flacheres Element
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Matte Keramik + warmes Holz
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Glas nur sehr sparsam
Alles sollte sich ruhig und weich anfühlen – nichts Lautes oder Glänzendes.
Schritt 5: Raum lassen
Der Wohnzimmertisch ist kein Ausstellungsstück.
Er darf Platz lassen für:
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eine Teetasse
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ein Buch
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den Alltag
Genau das macht ihn lebendig.
Der Esstisch nach Weihnachten – ungezwungen & einladend
Auch ohne Anlass darf der Esstisch schön sein.
Besonders stimmig wirken:
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Leinenläufer oder Stoffservietten
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Kerzen in Creme, Sand oder Grau
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Holz- oder Keramikschalen
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Blumen, Gräser oder Eukalyptus
Der Tisch muss nicht perfekt gedeckt sein – sondern einladend.
Kleine Ideen mit großer Wirkung
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Duftkerzen mit warmen Noten wie Zeder, Vanille oder Amber
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Bücherstapel mit ruhigen, natürlichen Covern
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Naturmaterialien wie Holz, Stein oder Keramik
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Einzelne Äste oder Gräser in schlichten Vasen
Diese Details schaffen Atmosphäre – ohne saisonal zu wirken.
Weniger Deko, mehr Zuhause
Dekorieren nach Weihnachten bedeutet nicht, auf den Frühling zu warten.
Es geht um:
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Reduktion
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Ruhe
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bewusstes Wohnen
Ein Zuhause darf jetzt langsamer sein.
Klarer.
Und genau darin liegt seine Schönheit.
Fazit
Wenn du nach Weihnachten nicht weißt, wie du dekorieren sollst, ist das kein Stillstand – sondern ein Neuanfang.
Mit natürlichen Farben, hochwertigen Materialien und wenigen, liebevoll ausgewählten Stücken entsteht ein Zuhause, das trägt – bis der Frühling kommt.
Mein All-Time-Tipp:
Coffee-Table-Books.
Sie fügen sich immer perfekt ein – ob als ruhige Basis, als einzelnes Statement-Piece oder als kleiner Stapel aus zwei bis drei Büchern.
Zeitlos, minimalistisch, elegant.
Und genau deshalb ein fester Bestandteil eines entspannten, stilvollen Zuhauses.
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